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1980er Jahre: Das Aufbaugymnasium wird Gymnasium ab der 5. Klasse

Das Kolleg ist seit November 1983 staatlich anerkannt. 1983 startet die „Lernbörse“, ein volkshochschulähnliches Konzept, in dem Lehrer und Mitarbeiter der Marienhöhe mit außerschulischen Kursangeboten die Idee des lebenslangen, gemeinschaftlichen Lernens in kleinen Gruppen umsetzen (bis 1998). Schwerpunktbereiche sind „Kreative Freizeit“, „Gesundheit und Umwelt“, „Erziehung, Konfliktlösung, Partnerschaft“ und „Religion“. In dieser Zeit beginnt auch der Einsatz engagierter Eltern für Legasthenieförderung auf der Marienhöhe. Seit Mitte der 80er Jahre finden regelmäßige Sommerprojekttage statt, 1989 z. B. mit dem Titel „Höhenfieber“.

1984 können Schule und Gemeinde Marienhöhe ihr Gemeindezentrum für Gottesdienste und missionarische Veranstaltungen einweihen.

Von 1986-1991 werden sieben Ausgaben der Schulzeitung „Auf der Höhe“ publiziert. In der zweiten Ausgabe werden mehrere Ideen für die Marienhöhe entwickelt: Abitur mit beruflicher Ausbildung „Wirtschaft und Verwaltung“ in der gymnasialen Oberstufe, ein „Institut für Gesundheitserziehung und eine zweijährige Berufsfachschule für Fremdsprachensekretärinnen. Nur das letzte Vorhaben konnte ab 1988/89 (bis 1994) umgesetzt werden. Im gleichen Jahr beginnt das Gymnasium erstmals mit der 5. Klasse.  Die Schülerzahl wächst auf 600 an (1989/90). Einige Ideen dieser Zeit haben sich andauernd im Schulalltag verankert (Projektwochen, Legasthenieförderung, Start des Gymnasiums ab der 5. Klasse).

1990er Jahre: Schulzentrum Seminar Marienhöhe als Gymnasium, Kolleg und Realschule

Die Wiedervereinigung hat für das Seminar Marienhöhe eine einschneidende Folge: das Theologische Seminar wurde von 1991-1994 schrittweise abgebaut, da die theologische Ausbildung der Adventisten in Deutschland ganz zur Theologischen Hochschule in Friedensau (Nähe Magdeburg) hin verlagert worden ist. Die Marienhöhe verlor damit die „erwachsenen“ Schüler, die in vielfältiger Weise die Schulkultur mitprägten (z. T. auch durch handwerkliche Fähigkeiten, die sie in einem ersten Beruf erworben hatten). Der eine Schulzweig ging verloren, dafür wurde ein anderer 1993 dazugewonnen: die Marienhöhe erhielt die Genehmigung zur Einrichtung eines Realschulzweiges ab Klasse 7, die staatliche Anerkennung erfolgte 1996. Drei Jahre später wurde auch die Betriebserlaubnis für die 5. und 6. Klasse der Realschule erteilt.
Aufgrund dieser Wandlungen nannte man sich von 1993-2001 „Schulzentrum Seminar Marienhöhe“. Das „Seminar“ wurde noch eine Zeit lang im Namen behalten, da sich die Marienhöhe unter dem Namen „Seminar Marienhöhe“ regional und überregional bei Eltern und Kunden einen guten und bekannten Ruf erworben hatte.

Die 90er Jahre sind von dynamischen Schulentwicklungsprozessen geprägt: Erarbeitung eines Schulprofils, pädagogischer Konsens mit der Definition als „soziale Leistungsschule“, erweiterte kooperative Organisationsstrukturen (Leiterkreis, Koordinationsausschuss, Konsilium), eine Verfassung mit genauer Beschreibung der Entscheidungsorgane, Teilnahme am Verbund der „Europaschulen“, zwei Arbeitstreffen mit Lehrern der Marienhöhe und adventistischen Theologen aus ganz Deutschland zur Frage der adventistischen Identität und deren Bedeutung für die Marienhöhe, ein neuer Lehrplan für den Religionsunterricht auf der Marienhöhe (1998), Jugendbeihilfearbeit in den Internaten (Integration von eritreischen Flüchtlingen).

Diese Dynamik zeigt sich auch in den Neubauten: Im August 1992 wird mit der Aufstockung des Schulhauses um vier neue Klassenräume begonnen. Zwei dieser Räume werden mit Computern bestückt und zum Informationstechnischen Zentrum ausgebaut. 1996 wurde eine weitere Sporthalle dem Schulbetrieb übergeben und eine neue Spielplatzanlage eingeweiht.

  • 1996 wird eine weitere Sporthalle dem Schulbetrieb übergeben und der Campus bekommt einen neuen Spielplatz.