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Vor dem Ersten Weltkrieg: Die Elizabeth-Duncan-Schule

Der letzte Großherzog Darmstadt-Hessens stellte  der Tanzpädagogin Elisabeth Duncan das Gelände westlich unterhalb der Marienhöhe, auf der seit 1842 ein „Tempelchen“ aus Holz stand (das mittlerweile nachgebaut etwa 200 m entfernt direkt über dem Gelände der Marienhöhe zu sehen ist),  zur Verfügung. Er ließ als Förderer ein großzügiges Jugendstilgebäude (Architekt: Rudolf Tillessen) mit Parkanlagen bauen, das als Internat, Schule und natürlicher Raum für Ausdruckstanz dienen sollte. Es wurde am 17. Dezember 1911 eingeweiht.

Die Pädagogik Duncans war von der deutschen Lebensreformbewegung, aber auch schon von der in der Mitte des 19. Jahrhunderts liegenden amerikanischen Reformpädagogik geprägt (die auch die Pädagogik der Siebenten-Tags-Adventisten beeinflusste). Körper, Seele und Geist der Schülerinnen sollten sich gleichermaßen entwickeln. Im Tanzunterricht lernten Mädchen im Alter von 5-16 Jahren, ihren eigenen individuellen tänzerischen Ausdruck zu entwickeln. Dabei sollte auf kindliche Eigenart eingegangen werden. Das Ziel, die eigene Ausdrucksfähigkeit zu steigern, wendete sich gegen den damals in der Gesellschaft üblichen Zwang und Drill. Zum pädagogischen Ansatz gehörten auch nicht einengende Reformkleidung, zweckmäßige Nahrung, frische Luft,  Rhythmisierung des Schulalltags und die Einbindung in die Natur.
 
Der Erste Weltkrieg zwang Elisabeth Duncan, ihre Schule an anderen Orten weiterzuführen. Bis heute profitiert das Schulzentrum von der naturnahen Lage, die Marienhöhe ist immer noch eine „Insel im Grünen“, eine Schule mit parkähnlichem Gelände und einem architektonisch wunderschön gestalteten Haupthaus, das auch das Logo des Schulzentrums bildet. „Ganzheitlichkeit leben“ ist ein Merkmal des freikirchlichen Schulträgers, das wir lebendig halten und immer wieder lebendig machen wollen.