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Gemeinschaft im Internat

Gemeinschaft kann man nicht „machen“. Sie wächst, wenn man die passenden Rahmenbedingungen schafft. Welche Rahmenbedingungen gibt es bei uns, die die Voraussetzung für (gute) Gemeinschaft schaffen?

Regeln und Pädagogische Begleitung des Zusammenlebens

Unsere Überzeugung als Internatspädagogen ist es, dass transparente, klare und faire Regeln den Rahmen bilden, um Jugendlichen Sicherheit im Miteinander zu geben. Auch hier bildet unser Leitbild die Grundlage für Erziehungsziele, aber auch für den Weg dorthin. Unsere Regeln sehen wir als Leitplanken, die das deutlich machen sollen, was wir wollen und was wir nicht wollen. Sie sind in der Internatsordnung zusammengefasst.

Im Idealfall verläßt der junge Mensch die Marienhöhe nicht nur mit einem erfolgreichen Bildungsabschluss, sondern mit einem lebendigen Glauben, der ihn stützt und leitet, Sozialkompetenz, Teamfähigkeit, Selbstakzeptanz und der Bereitschaft zum Engagement, ob am Mitmenschen, der Umwelt oder der Gesellschaft. Die Entwicklung des Menschen geht jedoch ein Leben lang weiter, so dass zur Erziehungsarbeit auch die Einsicht und Akzeptanz gehört, Jugendliche nicht beliebig formen zu können.

Wenn Regeln die Leitplanken des pädagogischen Handelns darstellen, ist Beziehung die Königsdisziplin. Durch verschiedene gemeinschaftsfördernde Angebote, aber auch Gespräche versuchen wir, eine vertrauensvolle Beziehung zu unseren Jugendlichen aufzubauen. Das Interesse am Jugendlichen und seinem Wohlergehen, Ehrlichkeit und Authentizität sind die Grundlagen einer Beziehung, die auch in Zeiten des Konflikts hält.

Auch die Beziehungen der Jugendlichen untereinander versuchen wir zum Positiven zu beeinflussen. Gemeinsame durch uns geleitete Gespräche schaffen im Bedarfsfall das Bewußtsein dafür, dass man nicht nur Kompromisse schließen muß, sondern auch, wie das geht, ohne dass einer der Verlierer ist.

Einbindung in die Adventgemeinde

Ein ganz wesentlicher Bestandteil unseres Konzepts als Internat ist die enge Verbindung zur Adventgemeinde Marienhöhe. Das Gemeindezentrum, in dem Gottesdienste und sonstige Aktivitäten stattfinden, befindet sich auf dem Campus. Die Verbindung zur Gemeinde ist für das Internat keine Einbahnstraße: auf der einen Seite profitieren Internatsschüler von den vielfältigen Angeboten der Gemeinde Marienhöhe und erleben dort die Einbindung in eine wertschätzende und aktive große Gemeinschaft- da ist nicht nur in die dortige Adventjugend zu nennen; gerade auch der Kontakt zu älteren Gemeindemitgliedern, die weder Eltern, noch Lehrer noch Internatspädagogen sind, kann für Jugendliche eine große Hilfe sein. Die Möglichkeiten, sich in der Gemeinde einzubringen, sind schier unbegrenzt. Auf der anderen Seite profitiert auch die Gemeinde vom jährlich frischen Zustrom von Jugendlichen, die Ideen und Kompetenzen aus ihrer Heimatgemeinde hier miteinbringen.

Die Einbindung in die Adventgemeinde ist daher eine wichtige Hilfe für Jugendliche, die ins Internat kommen und zunächst in einer neuen, fremden Umgebung heimisch werden müssen. Die Erfahrung zeigt: je mehr sich neue Schüler in die Adventjugend integrieren und an Angeboten teilnehmen, sich engagieren und Neues erleben, desto wohler fühlen sie sich, desto mehr Kontakte knüpfen sie und desto gewinnbringender wird für sie die Zeit auf der Marienhöhe. Das ist auch die Erfahrung von Christoph Ebel, die im Sommer 2013 Abitur auf der Marienhöhe gemacht hat und seine Zeit auf der Höhe in einem Interview in unserer Gemeindezeitschrift "Adventisten Heute" (S. 22-23) rekapituliert hat.

Dabei ist es weder erforderlich, Adventist zu sein, noch muß man es unbedingt werden. Was jedoch unabdingbar ist, ist die positive Offenheit für den christlichen Glauben, denn dieser stellt den Kern unserer Schule dar, und ganz besonders des Internats. Immer wieder besuchen auch Nicht-Adventisten unser Internat und engagieren sich sogar in der Adventjugend. Manche davon werden Adventisten, manche nicht. Was jedoch allen gemeinsam ist, die den Internatsaufenthalt auf der Marienhöhe als Bereicherung erlebt haben, ist das aktive Dabeisein und das Gefühl "Ich bin Marienhöhe"!

Zunehmend stärken wir auch wieder die Verbindung zwischen der Marienhöhe und den Gemeinden. Dies geschieht z.B. auf Fahrten, bei denen die Marienhöhe Teil eines großen Events ist (Landesjugendsabbat, Teenswochenende, Girls4Christ-Day, Youth in Mission- oder B.I.G.-Kongress). Unsere Schüler erfahren dadurch Gemeinschaft nicht nur untereinander und auf der Marienhöhe, sondern auch eine fortdauernde Verbundenheit zu ihren Heimatgemeinden und -vereinigungen und der großen Adventfamilie. Durch ihre Präsenz bei Werbefahrten engagieren sie sich zugleich für ihre "zweite Heimat", die Marienhöhe.

Einrichtungen/Örtlichkeit

Der parkartig angelegte Campus lädt durch ausgedehnte Rasenflächen und stille Eckchen mit Sitzmöglichkeiten zu zwanglosen Begegnungen ein.

In den Internatshäusern selbst, aber auch auf dem Campus können die Internatsschüler eine Vielzahl von Einrichtungen nutzen, um gemeinsam aktiv zu sein. Die Palette reicht von modern ausgestatteten Sporthallen, Fitnessräumen und Fußballplätzen über Räumlichkeiten zum Musizieren und gemeinsamen Üben und mehreren neuen Klavieren in den Internaten,  zu gut ausgestatteten Küchen und Tagesräumen für die Begegnung. Eine Besonderheit ist die im Jungeninternat angesiedelte „Saftbar“. Der Name deutet schon an, dass hier – wie auf dem gesamten Gelände der Marienhöhe – kein Alkohol ausgeschenkt oder konsumiert wird. Das muß aber nicht immer „Saft“ sein; an einem Abend der Woche stellt das Saftbarteam, bestehend aus Schülern und einer pädagogischen Begleitung, kleine Speisen her und verkauft diese und weitere Snacks zum Selbstkostenpreis. Die Saftbar stellt für die Internatsjugendlichen einen wöchentlichen Treffpunkt dar und fördert auf Seiten des aktiven Teams Eigenverantwortung und erste Ansätze unternehmerischen Denkens.

  • Angebote

    Eine weitere Rahmenbedingung, die Gemeinschaft ermöglicht, sind Freizeitangebote, bei denen sich Jugendliche mit ähnlichen Interessen finden können. Das Internat profitiert von drei „Anbietern“. Da sind

  • Langweilig wird's nie (Galerie)
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  • und schließlich die Angebote des Internats selbst. Aufgrund des gut gefüllten Terminkalenders unserer Schüler und der Vielzahl der Angebote von Schule und Kirchengemeinde ist es manchmal gar nicht einfach, Internatsunternehmungen unterzubringen. Zu nennen sind hier Vorbereitung und Durchführung der Internatshighlights, Sportabende in der Turnhalle, Saftbar (s. o.), Vorbereitung des Entwicklungshilfeeinsatzes, Koch- und Backclub, Besuche im Miramar oder Jugendstilbad, Fahrten zum Weihnachtsmarkt, Werbefahrten und ähnliches.