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Glaube im Internat

Das Schulzentrum Marienhöhe ist eine christliche Schule, deren Träger die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten ist, eine protestantische Freikirche. Daher ist das christliche Menschenbild bei uns Grundlage aller Bildung und Erziehung. Der Mensch ist mehr als Konsument, Leistungsträger oder Schüler. Er ist ein von Gott geliebtes wertvolles Wesen. Als Christen wissen wir uns durch Liebe und Vergebung von Gott zutiefst angenommen, wertgeschätzt und dazu beauftragt, unser Leben in Freiheit und Verantwortung zu führen.

Das Internat ruht auf den drei Säulen Bildung, Glaube und Gemeinschaft. Alle drei Säulen sollen unser christliches Menschenbild widerspiegeln. Dass sie das nicht immer perfekt tun, liegt in unserer menschlichen Natur begründet. Wir alle – Schüler, Lehrkräfte, Internatspädagogen und Angestellte auf dem Campus – sind Lernende und allesamt miteinander auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel.

Taufe im See
Christliche Gemeinschaft

Was bedeutet das für den Alltag im Internat?

Zur ganzheitlichen Sichtweise des Menschen gehört – speziell im Internat - auch die Glaubens- und Herzensbildung der uns anvertrauten Jugendlichen. Das ist nicht immer leicht und manchmal auch anstrengend, lohnt sich aber auch in Hinblick auf das spätere Leben. Beispiele zu den Zielen und Fähigkeiten, die man im Internatsalltag lernen und umsetzen kann, geordnet in drei Bereiche:

Gott kennen lernen und erfahren

  • Erfahren, dass Gott uns bedingungslos liebt, und dass wir auf dieser Grundlage ein sinnvolles Leben führen können

  • Durch die Orientierung an biblischen Werten unabhängig werden von Zeitgeistströmungen, die den Menschen nur nach dem beurteilen, was er leistet oder besitzt

  • Einen Plan für sein Leben entwickeln

  • Immer wieder einen Neuanfang wagen, so wie Gott uns auch immer wieder eine neue Chance gibt

  • Durch das Angenommensein vor Gott Abstand gewinnen zu kränkenden Lebenserfahrungen wie Misserfolg, Verlust, Ablehnung und Scheitern

Sich selbst kennen lernen und akzeptieren

  • Eigene Begrenzungen wahrnehmen und akzeptieren

  • Sich und seine Gaben kennenlernen

  • Sich mal mit den Augen der anderen sehen

  • Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen

  • Sich wertvoll fühlen ohne perfekt zu sein

 

Andere Menschen kennen lernen und wertschätzend mit ihnen umgehen, sowie sich für andere engagieren

  • Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme im Zusammenleben mit anderen lernen

  • Grenzen setzen ohne zu verletzen

  • Konflikte offen und fair lösen

  • Sich in die Gemeinschaft einbringen und erleben, dass man ein wertvoller und wichtiger Teil des Ganzen ist

  • Sich etwas zutrauen, etwas ausprobieren und damit eigene Talente entdecken

  • Diese Talente in den Dienst an der Gemeinschaft stellen und so Sinn, Freude und Erfüllung finden

Glaube ist für uns eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus, der uns liebt und für uns gestorben ist. Die Weitergabe dieses Grundvertrauens geschieht daher auf zwei Wegen: zum einen durch das Kennenlernen der Bibel und ihrer Aussagen, aber auch dadurch, dass uns andere Menschen vorleben, was es bedeutet, zu glauben - und dies wiederum ohne Perfektionismus und dass sie uns auf unserem Glaubensweg begleiten.

Wir alle sind verschieden, und wir glauben, dass diese Vielfalt von Gott gewollt ist. Dementsprechend hat auch jeder Mensch seinen eigenen Glauben und legt auf bestimmte Dinge mehr, auf andere weniger Wert. Was uns alle aber verbindet und eint, ist die bedingungslose Annahme durch Gott und die Vergebung durch Jesus Christus.

Unsere große Schulgemeinde und die Schule spiegeln diese Vielfalt wieder. Morgenandacht in der Schule, Religionsunterricht, Schulgottesdienste, gläubige Lehrer und Mitschüler, Teilnahme an karitativen Aktionen und christliche Werte bilden den Rahmen dazu. Unsere Jugendlichen können im Schulalltag ihren Glauben in der Begegnung mit anderen bezeugen und ausleben, lernen aber auch in Demut den anderen Menschen in seinem eigenen Glauben zu achten und sich mit ihm zu verständigen.

Angebote

Neben dem alltäglichen, fast unmerklichen Einüben christlicher Werte gibt es eine Reihe von Angeboten, bei denen Jugendliche in Gemeinschaft mit anderen biblische Inhalte kennenlernen und für sich real werden lassen können:

  • Breites Bibelstundenangebot durch drei Pastoren: Gott entdecken in der Bibel

  • Eigenes Jugend-Bibelgespräch mit Echtzeit-Fragen: Gott entdecken im Gespräch

  • Jugendaktionswoche: Schulgottesdienste gemeinsam gestalten, um Mitschüler anzusprechen

  • Autonomietraining: biblisch fundierte Reifungsschritte gehen

  • Jugendchor und Lobpreisabende: Gott entdecken in der Musik

  • Medienscout-Ausbildung: Medienkompetenz unter christlichen Aspekten erlernen und als Medienscout in der Schule weitergeben

  • Jugendgottesdienste und Begegnungswoche vorbereiten und durchführen: Gott entdecken im Weitergeben meines Glaubens

  • Marienhöher Jugendfreizeit im Sommer: Erfahrungen machen mit Gott - Abenteuer garantiert!

Dabeisein und christliche Gemeinschaft erleben!

Die Einbindung in die Adventgemeinde Marienhöhe und speziell die Adventjugend ist ein wichtiges Integrationsinstrument für Jugendliche, die ins Internat kommen und zunächst in einer neuen, fremden Umgebung heimisch werden müssen. Die Erfahrung zeigt: je mehr man sich öffnet fürs Mitmachen, Mit-Aktivsein in Schule und Gemeinde, desto mehr nimmt man mit vom Internatsleben und desto zufriedener ist man.

Dabei ist es weder erforderlich, Adventist zu sein, noch muß man es unbedingt werden. Was jedoch unabdingbar ist, ist die positive Offenheit für den christlichen Glauben, denn dieser stellt den Kern unserer Schule dar, und ganz besonders des Internats. Immer wieder besuchen auch Nicht-Adventisten unser Internat. Manche davon werden Adventisten, manche nicht. Was jedoch allen gemeinsam ist, die den Internatsaufenthalt auf der Marienhöhe als Bereicherung erlebt haben, ist das aktive Dabeisein in positiven Gruppen in Schule und Gemeinde.