Q3 AULASTUNDE
Erste Infos zum Abitur: Dienstag, 12.12.2017, 7. Stunde in der Aula

Wochenplan

Hier eine Wochenübersicht über die Angebote und Veranstaltungen im Internat.

Ein Tag im Internat

Der Wecker klingelt, der Tag beginnt …

Bei den meisten Schülerinnen und Schülern beginnt der Unterricht zur ersten Stunde. Vor allem in der Oberstufe kann dies, bedingt durch das Kurssystem, anders sein. Unsere Internatspädagogen kennen die Schülerinnen und Schüler und wissen daher, bei wem ein Weckdienst angebracht ist, und wer es zuverlässig schafft, pünktlich aufzustehen. Im Sommer wird man eventuell mal durch Vogelzwitschern geweckt, im Herbst durch das Rauschen der mächtigen Bäume. Sonst liegt der Campus absolut ruhig im Grünen.

Wer mag, kann das herrliche Gelände, die angrenzenden Streuobstwiesen (in Darmstadt zuweilen auch „kleine Toskana" genannt) oder den Wald, der ebenfalls ans Gelände der Marienhöhe angrenzt, zum Joggen nutzen. Das Schöne am Internatsleben ist, dass man mit anderen Tür an Tür lebt, die man dazu animieren kann, mitzumachen.

Nach dem Waldlauf (bei den Nicht-Joggern schon vorher) macht man sich frisch für den Tag. Jeder Wohnflur ist mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet. Zusätzlich gibt es in den Zimmern einen kleinen Waschbereich mit Waschbecken, wenn es mal schnell gehen muss. Aus allen Wasserhähnen der Marienhöhe sprudelt übrigens frisches Brunnenwasser aus dem eigenen Brunnen!

Nun geht es zum Frühstück. Wochentags öffnet die Mensa um 6.45 Uhr. Im großen Saal mit angrenzender Gartenterrasse für den Sommer wird ein reichhaltiges Frühstückbuffet serviert – die Auswahl reicht von mehreren Müsli- und Flockensorten über Käse in verschiedenen Geschmacksrichtungen bis hin zu Aufstrichen, Marmelade, frischem Obst und  Brotauswahl. Dazu gibt es Milch, Sojamilch, Tees und Säfte zu trinken. Natürlich ist die Mensa auch ein Treffpunkt für Internatsschüler - schnell wird noch Obst für die Pause mitgenommen oder die letzten Details des gleich zu haltenden Referats abgesprochen. Dann kann der Schultag beginnen...

Der "Berufsalltag" als Schüler …

Kurz vor dem Start in den quirligen Schulalltag gibt es noch einmal Gelegenheit, sich zu sammeln und innezuhalten: in der 1. Stunde erfolgt in jeder Klasse eine kleine (ca. 10minütige) Andacht, die die Schüler reihum halten oder der Lehrer übernimmt. Es handelt sich um einen Gedankenanstoß, etwa ein Gedicht, ein Bibelwort mit Erklärung oder einen eigenen Gedanken zum Tag.

Danach findet der abwechslungsreiche Fachunterricht statt, unterbrochen durch Pausen. Durch die Verteilung der Schulgebäude auf dem parkähnlich angelegten Campus lernen die Schüler in einer schönen naturnahen Umgebung ohne Verkehr oder sonstigen Lärm. Diese Umgebung kann in den Pausen besonders genossen werden. Bei gutem Wetter sitzen Schülergrüppchen auf der Aulawiese oder kicken dort ein paar Bälle, man legt sich beim Spielplatz in die Hängeschaukel oder kauft sich am Schulkiosk ein belegtes (vegetarisches) Brötchen. Im Winter lockt eher das JUZ mit seinem vielfältigen Angebot im Pausenverkauf. Pause ist hier Raum für Begegnungen mit anderen Menschen und der Natur.

Mittagspause. Danach ruft die Pflicht …

Nach dem Mittagessen mit frischem Salatbuffet, Suppe, Hauptgericht oder Tagesgericht und Dessert plus Obst setzt das biologische Mittagstief ein. Der Geist ist träge und nicht besonders wach – die optimale Zeit also für den Pflichtdienst. Jeder Internatsschüler säubert täglich einen für ein halbes Jahr festgelegten Bereich im Internat oder einem anderen Gebäude. Dahinter steckt ein pädagogischer, aber auch praktischer Gedanke: mit anzupacken ist ein selbstverständlicher Teil des gemeinschaftlichen Lebens, zudem wird man selbständig. Lernen im Internat geht über die Schulbildung hinaus, und der Schüler erlebt Kompetenz in Alltagsdingen. Durch den Pflichtdienst spart die Schule das Geld für Putzfrauen, was sich unmittelbar am Schulgeld bemerkbar macht.

Und jetzt wieder Lernen, Teil 2 ...

Nach dem Pflichtdienst geht’s zurück zum eigentlichen "Beruf" des Schülers: dem Lernen. Unser Lernbüro unterstützt Internatsschüler dabei, läuft von Montag bis Donnerstag und lässt sich am besten mit drei Stichpunkten beschreiben:

  • Fachliche Begleitung: Lehramtsstudenten helfen bei schulischen Fragen

  • Flexibilität: Durch die Auswahl passender Module bekommt man gezielt die Unterstützung, die man braucht

  • Maßgeschneidertes Lernen: Der Lerncoach hält Kontakt zu den Lehrern und berät die Schüler bei der Lernplanung

Projekt "Andachtsraum" vollendet!

Abendbrot und Andacht: Überleitung zum etwas entspannteren Teil …

Das Abendbrot wird wieder in der Mensa eingenommen. Zur Auswahl am Buffet stehen verschiedene Brotsorten und Aufstriche, Rohkost, und manchmal Warmes vom Mittagessen. Ein Toaster und eine Mikrowelle stehen zur Verfügung - sehr beliebt bei den Schülern ist selbstgemachter Käsetoast.

Die Abendandacht für Internatsschüler findet in zwei Formen statt: montags und mittwochs ist die gesamte Internats“familie“ zusammen, d.h. Schülerinnen aus dem Mädcheninternat und Schüler aus dem Jungeninternat sitzen gemeinsam im Andachtsraum. Der Raum wurde in der Sommerprojektwoche am Schuljahresende 2012/13 von den Schülern zusammen mit zwei Internatspädagogen selbst gestrichen und nach eigenen Ideen dekoriert und bietet den Rahmen für die halbstündige Andacht, die wieder einen Ruhepunkt im vollen Internatsalltag bieten soll. Zudem gibt es auch Gelegenheit, gemeinsame Themen oder Ideen zu besprechen. Der Redner der Andacht ist entweder ein eingeladener Referent, ein Lehrer oder ein Schüler.

Am Dienstagabend findet die sogenannte Gruppenandacht statt. In eine oder zwei Gruppen aufgeteilt sind die Mädchen und die Jungen in ihrem jeweiligen Wohnhaus unter sich und können so auch persönlichere Themen besprechen. Ein Internatspädagoge begleitet sie auch hier. Das Zusammentreffen im eigenen Haus bietet auch Gelegenheit zur Erweiterung, beispielsweise als sommerliche Andacht am Lagerfeuer mit Stockbrot und Würstchen oder als weihnachtliche Andacht mit kleinen Wichtelgeschenken und Bratapfelessen.   

Etwa zweimal im Jahr werden Zeit und Raum der Andacht für ein Thema der Reihe „Fit for Life“ genutzt. „Fit for Life“ wollen wir unsere Schüler ins Leben entlassen – ausgestattet nicht nur mit Realschulzeugnis und Abitur, sondern auch mit dem Know How in Alltagsdingen. Ob Stilberatung, Zeitmanagement, Liebe und Partnerschaft, Internetgefahren, Umgang mit Geld, das Kennenlernen von Adventisten in unterschiedlichen Berufen, Selbstpräsentation oder achtsamer Umgang mit dem Nächsten, für all dies ist Platz bei den „Fit for Life“-Abenden.

Und zum Ausgleich: Freizeit …

Die Marienhöhe ist wie ein lebendiger, wachsender und sich verändernder Organismus. Es gibt eine Vielzahl von Aktivitäten, die von Jahr zu Jahr wechseln, je nachdem, welche Schüler mit welchen Interessenlagen gerade da sind. Folgende Bereiche werden durch verschiedene Angebote abgedeckt:

Das Zusammenleben mit vielen anderen Jugendlichen ist das Besondere am Internatsleben. Daher ist es kein Wunder, dass das Zusammensein mit Freunden bei den meisten Internatsschülern zur beliebtesten Freizeitbeschäftigung zählt. Neue Leute kennenlernen, mit ihnen gemeinsam etwas unternehmen und sich engagieren, aber auch im Gespräch vertieft sein – all das zählt zu den unvergesslichen Möglichkeiten des Lebens im Internat.

Am Ende eines Internatstages …

Durch das Freizeitangebot auf dem Campus und die vielen neuen Kontakte erscheint der Abend immer zu kurz. Um den Internatsschülern den nötigen Schlaf zu sichern gibt es daher Ausgangszeiten, die nach Alter gestaffelt sind.

Zwischen 21 und 22 Uhr wird es im Haus in der Regel leiser, die Flure leeren sich und die Internatspädagogen achten darauf, dass die Schülerinnen und Schüler langsam zur Ruhe kommen. Wer noch nicht ins Bett muss, wird dennoch angehalten, andere nicht zu stören.

Die ruhigere Atmosphäre wird von den Internatspädagogen auch genutzt, um mit den Schülerinnen und Schülern die eine oder andere Frage zu klären oder sich danach zu erkundigen, wie es jemandem geht.  Natürlich hat der abendliche Gang durchs Haus für die Internatspädagogen auch den Sinn, festzustellen, ob sich alle „Schäfchen“ da befinden, wo sie sein sollen, denn dann schläft der oder die Diensthabende besser!

In beiden Häusern gibt es eine Nachtbereitschaft. In einem klar gekennzeichneten Raum schläft der oder die Diensthabende und ist in Notfällen ansprechbar.